Partnerschaft zur tansanischen Gemeinde Itulahumba

Wie die meisten Gemeinden im Dekanat München haben auch wir seit über 25 Jahren eine Partnerschaft zu einer tansanischen Gemeinde, in unserem Fall zu Itulahumba im Distrikt Njombe im Südwesten des Landes.
Unsere Partnergemeinde liegt in einer savannenartigen Hochebene auf etwa 2000 m Seehöhe. Sie ist im wesentlichen von kleinteiliger Landwirtschaft geprägt, Mais, Bohnen, Tomaten und vieles andere wächst dort gut.
Die Infrastruktur ist noch sehr dürftig, es gibt nur eine Staubstraße zu dem Ort, ein Stromanschluss ist für diese Jahr geplant. Es gibt ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, aber noch nicht überall Internet. Die Kommunikation mit dem dortigen Pfarrer Samweli Kilamwegula ist deshalb auf gelegentliche Briefwechsel und SMS- Kontakte beschränkt. Nur im Jahr 2011 hatte ich Gelegenheit die Gemeinde persönlich zu besuchen und kennen zu lernen.
In den vergangenen Jahren unterstützten wir die Gemeinde beim Bau der Kirche, beim Bau eines Brunnens, bei der Einrichtung einer Solar-Stromanlage usw.. Die diesjährige Spende soll die Anschaffung eines Computers mit Drucker ermöglichen.

Auf Prodekanats- und Dekanatsebene treffen sich die Partnerschaftsbeauftragten der Gemeinden regelmäßig, so auch Anfang Februar in Petersberg:
Das Hauptthema war diesmal der Handel der EU mit Afrika, insbesondere mit Tansania. Ähnlich wie TTIP und CETA will die EU mit den afrikanischen Staaten Handelsverträge abschließen. Bisher galt für die ärmeren Länder, dazu zählt auch Tansania, dass sie „everything but arms“ (alles außer Waffen) zollfrei nach Europa exportieren dürfen, selbst aber Einfuhrzölle verlangen dürfen. Mit den neuen Verträgen soll es eine beidseitige Zollfreiheit für 80% der Handelswaren geben. Das bedeutet, dass Europa u. A. subventionierte Lebensmittel (z.B. Hähnchenteile oder Milchpulver) billig nach Tansania liefern kann, und damit aber die aufstrebende landwirtschaftliche Selbstversorgung in den afrikanischen Staaten behindern würde. Afrika soll nicht mehr nur der billige Rohstofflieferant sein sondern auch ein offener Absatzmarkt werden.
Die Partnerschaftsbeauftragten wünschen sich mehr Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit (Presse) für diese Handelsverträge, ähnlich TTIP und CETA.

Ein weiteres Thema war das Münchner Modell der Partnerschaft, das sich dadurch auszeichnet, dass die Partnerschaft nicht nur auf institutioneller Ebene gepflegt wird, sondern auch beiderseits die Gemeinden und Dekanate mit beteiligt sind. So erhielten wir in diesem Sommer (vom 27.6 – 20.7.) wieder Besuch aus unseren Partnerdekanaten Njombe und Kidugala. Die beiden Dekane Bernad Sagara und Nodfred Mhaha, die Lehrerin Upendo Mwalongo und die Krankenschwester Ruth Chilongola interessierten sich besonders für die Ausbildung von Handwerkern und den Umgang mit älteren hilfsbedürftigen Menschen bei uns. Darüber hinaus gab es ein reiches Besuchsprogramm. In unserer Jakobuskirche fand z. B. am 28. Juni der offizielle Begrüßungsabend statt, den wir wieder mit bayrischen Tänzen und bayrischer Brotzeit gestalteten. Und am 16. Juli wirkten zwei der Delegationsteilnehmer bei uns im Partnerschafts- Gottesdienst mit.

Partnerschaftsbeauftragter Konrad Petersen

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Partnerschaftstreffen 0617

 

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Pfarramt: Mo, Fr: 8:00 - 11:00 Uhr, Di: 15:00 - 18:00 Uhr.
Unser Spendenkonto: Kreissparkasse München, IBAN: DE74 7025 0150 0190 5719 01